Tempel der Artemis in EphesosZu Ehren von Artemis, der griechischen Göttin der Fruchtbarkeit ließ König Krösus von Lydien (von dessen sagenhaftem Reichtum der Begriff: reich wie ein Krösus, stammt) um das Jahr 550 vor Christus einen gewaltigen Tempelbau errichten, den Artemistempel in Ephesos.Ephesos war eine aufstrebende griechische Stadt an der Küste Kleinasiens, in der heutigen Türkei in der Nähe von Izmir. Der griechischen Stadt wurde sagenhafter Reichtum nachgesagt. Sie wurde später eine der größten Städte der Antike und die Hauptstadt der römischen Provinz Asia. Der Artemistempel in Ephesos wird auch Artemision genannt und war der größte Tempelbau der Antike und gehörte immer zu den Sieben Weltwundern. Artemistempel, gemalt von Martin Heemskerck. Der Artemistempel wurde absichtlich auf moorigem Boden errichtet, da man damals glaubte, der Moorboden könnte bei Erdbeben die Erdstöße dämpfen. Erdverfärbungen, die bei Ausgrabungen entdeckt wurden, lassen den Schluss zu, dass bei der Vorbereitung des Geländes für den Tempelbau Holzkohle und Lederabdeckungen zur Stabilisierung des moorigen Untergrundes verwendet wurden.Der Baubeginn für den ersten Artemistempel in Ephesos lag etwa um das Jahr 560 v. Chr. Die Bauzeit für den gewaltigen Tempel dauerte über 100 Jahre. Nach einer Inschrift, die an der Grabungsstelle gefunden wurde, trug der superreiche König Krösus von Lydien, einen Teil der Kosten für den Tempelbau. Er hatte Ephesos erobert und versuchte eventuell auf diese Weise, sein Ansehen zu steigern. Die Baumeister des ersten Artemistempel sollen Theodoros von Samos, Chersiphon von Knossos und sein Sohn Metagenes von Kreta gewesen sein. 440 v.Chr. wurde der Bau durch Demetrios und Paionios aus Ephesos vollendet. Der Tempel bestand vollständig aus Marmor und hatte eine Grundfläche von 60 x 103 Meter. Das nachstehende Video über den Tempel der Artemis verbindet wundervoll die überlieferten Bilder der Antike mit den heutigen Fundstätten des Tempels der Artemis in Ephesos. Mitten im Artemistempel stand ein mindestens 2m hohes Standbild der Göttin Artemis. Ein gewisser Herostratos, der sich unsterblich machen wollte, steckte den Artemistempel im Jahre 356 v.Chr. in Brand. Die Statue der Artemis überstand die Katastrophe nahezu unversehrt. Ein Hauch der Geschichte schwebt über dem Brand, denn angeblich wurde in der Brandnacht des 21.07.356 v.Chr. auch Alexander der Große geboren. Nach dem Brand wurde der Tempel erneut errichtet, diesmal jedoch nicht mit einer Holzdecke, sondern mit einer Decke aus massivem Stein. Die neuen Außenmaße des Tempels betrugen 78m x 131 m. Der zweite Artemistempel in Ephesos hielt sich über 500 Jahre als Weltwunder, ehe er von den Goten im Jahre 262 n.Chr. zerstört wurde. Die Trümmer wurden von den Bewohnern zum größten Teil als Baumaterial verwendet. Der Artemistempel verschwand in der Vergessenheit der Geschichte, bis am 31.12. des Jahres 1869 der britische Archäologe John Turtle Wood die Trümmer am Fuße des Ayasoluk-Hügels wieder entdeckte. Verschiedene Grabungen ergaben kostbare Funde von Münzen und Goldschmuck, die heute im Britischen Museum in London und im archäologischen Museum in Istanbul besichtigt werden können. Seit Anfang des 20. Jahrhundert sind vor allem österreichische Archäologen sehr aktiv bei den Ausgrabungen der antiken Stadt Ephesos. Zahlreiche Funde können in einem Museum in Selcuk besichtigt werden. In Selcuk gibt es etwa 50.000 Artefakte in den Archiven und das berühmteste Ausstellungsstücke ist die Statue, die eine vielbrüstigen Artemis darstellt. Der exakte Ort, an dem der Artemistempel in Ephesos stand, kann heute wieder besichtigt werden. Allerdings ist dort nur eine etwa 14 Meter hohe Säule zu sehen, die den ehemaligen Standort des großen Artemistempels symbolisch zeigen soll. Das Bild basiert auf dem Bild "Artemistempel" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und ist lizensiert unter der public domain. |
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Der Artemistempel wurde absichtlich auf moorigem Boden errichtet, da man damals glaubte, der Moorboden könnte bei Erdbeben die Erdstöße dämpfen. Erdverfärbungen, die bei Ausgrabungen entdeckt wurden, lassen den Schluss zu, dass bei der Vorbereitung des Geländes für den Tempelbau Holzkohle und Lederabdeckungen zur Stabilisierung des moorigen Untergrundes verwendet wurden.