Moaistatuen auf der Osterinsel - Geschichte, Zahlen und Maße

Die Geschichte der Moaistatuen und die Geschichte der Osterinsel selbst gehört auch heute noch zu den umstrittenen Bereichen der Archäologie und Geschichtsforschung, da schriftliche Aufzeichnungen völlig fehlen. Hier soll daher die derzeit vorherrschende Meinung dargestellt werden.

Aufgrund der derzeitig nachgewiesenen Tatsachen sowohl in sprachwissenschaftlicher, wie auch genealogischer und archäologischer Forschung gilt es als sicher, daß die Osterinseln durch polynesische Stämme in ein oder zwei Siedlungswellen besiedelt wurden.

Die erste Welle der Besiedlung soll danach im 5. Jahrhundert erfolgt sein, die zweite im 14. Jahrhundert. Heute neigt man dazu, die Theorie nur einer einzigen Besiedlungswelle im 5. Jahrhundert zu akzeptieren.

Die Moaistatuen selbst kann man allerdings in zwei differierende Gruppen einteilen. Danach sollen nach der ersten Besiedlung im 5. Jahrhundert nur kleinere Statuen, die auch vom Typ her unterschiedlich sind, erbaut worden sein.

Die heute hauptsächlich vorhandenen großen Moaistatuen sind eindeutig erst ab dem 14. Jahrhundert entstanden. Möglicherweise hat die Entwicklung der Steinmetzkunst so lange gedauert, um entsprechende Monumentalstatuen schaffen zu können.

Den Namen Osterinsel erhielt die Insel von einem holländischen Entdecker namens Jakob Roggeveen, der am 5.April 1722, dem Ostersonntag, dort landete. Die Insel wurde von ihm nach dem Tag der Entdeckung benannt.
Auf holländisch heißt die Insel übrigens Paasch-Eyland.

Einem großen Publikum wurde die Osterinsel durch den von Kevin Kostner anfangs der 90er Jahre gedrehten Film „Rapa Nui – Rebellion im Paradies“ bekannt.

Zahlen/Maße

Vom Jesuitenpater Sebastian Englert, der in der Zeit von 1935 bis 1969 auf der Osterinsel lebte und forschte, sind 638 Statuen katalogisiert worden. Man geht davon aus, das die ursprüngliche Anzahl der Moaistatuen bei über 1000 lag.

Alle großen Statuen sind aus dem Gesteinsmaterial des Vulkans Rano Raraku erbaut worden. Noch heute finden sich in den Hängen des Vulkans mehr als 300 Statuen, die nicht fertiggestellt wurden. Man kann  an ihnen deutlich die jeweiligen Fortschritte des Herstellungsprozesses erkennen.

Die Höhe der Statuen ist recht unterschiedlich, vermutlich versuchte man, sich in der Höhe zu übertreffen. Die größte, allerdings nicht vollendete, Moaistatue befindet sich am Hang des Vulkans Rano Raraku und ist 21 m hoch.

Die größte Statue, die aufgerichtet auf der Osterinsel steht, hat eine Höhe von 10m.

Durchschnittlich sind die Moaistatuen 5 bis 6m hoch und wiegen 20 – 40 t.

 
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