Reisewarnung Ägypten
Aktuelle Hinweise
Teilreisewarnung
Stand 01.04.2012
Reisen nach Ägypten sollten bis auf weiteres auf den Großraum
Kairo (mit Ausnahme des Stadtzentrums von Kairo mit dem Bereich um den
Tahrirplatz und das Fernsehgebäude -Maspero-), die
Urlaubsgebiete am Roten Meer, die Touristenzentren in Oberägypten
(insbes. Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und auf geführte Touren in der
Weißen und Schwarzen Wüste beschränkt werden. Von Reisen in die übrigen
Landesteile wird aufgrund der nach wie vor unübersichtlichen und
unsteten Sicherheitslage weiterhin abgeraten.
Überlandfahrten zwischen den oben genannten Städten bzw.
Landesteilen sollten vermieden werden. Von nächtlichen Überlandfahrten
wird generell abgeraten.
Auf dem Sinai und im ägyptisch-israelischen sowie im
ägyptisch-libyschen Grenzgebiet ist besondere Vorsicht geboten. In den
vergangenen Wochen kam es im Sinai zu vereinzelten, kurzfristigen Entführungen / Geiselnahmen. Die
Überlandstraßen auf dem West-Sinai zwischen Sharm-El-Sheikh und
Alexandria / Kairo wurden in den vergangenen Wochen wiederholt durch
Beduinen blockiert.
Reisenden in Ägypten wird allgemein dringend empfohlen,
Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden und die
örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen.
Vor dem Hintergrund der prekärer werdenden wirtschaftlichen und
sozialen Situation ist in den letzten Monaten ein genereller Anstieg der
Allgemein-Kriminalität (Banküberfälle, Car-Jackings, Handtaschenraub;
vereinzelt auch mit Waffengewalt) zu beobachten.
Die nachfolgenden landesspezifischen Sicherheitshinweise gelten unverändert im Licht der aktuellen Hinweise fort:
Landesspezifische
Sicherheitshinweise
In
der Nacht vom 31. Dezember 2010 auf den 1. Januar 2011 wurde ein
Anschlag auf eine koptische Kirche in Alexandria mit 23 Todesopfern
und über 90 Verletzten verübt. In der Folge kam es zu tätlichen
Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Mit
Spannungen zwischen Demonstranten und der Polizei, insbesondere in
Alexandria und stellenweise in Oberägypten, ist auch weiterhin zu
rechnen.
Jährlich
verbringen über eine Million deutscher Touristen ihren Urlaub in
Ägypten. Das Land verfügt über eine gut ausgebaute touristische
Infrastruktur. Die Allgemeinkriminalität ist gering. Für die ganz
überwiegende Mehrheit der deutschen Reisenden verlaufen die
Aufenthalte im Land ohne Probleme. Gleichwohl sollten bei einer Reise
nach Ägypten die nachfolgenden Hinweise unbedingt beachtet werden:
Terrorismus,
Entführungsrisiken
Das
Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch
wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara
und ihrer Randbereiche eindringlich ab. Deutlich erhöhte Anschlags-
und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an
denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren.
Eine
besonders hohe Gefährdung besteht für den Südwesten Ägyptens in
der Grenzregion zu Libyen und Sudan einschließlich des Gilf Kebir
Nationalparks und Gebel Quenat.
Beherzigen Sie auch unsere Einreisebestimmungen
für Ägypten und die Gesundheitsinformationen,
die auf die gesundheitlichen Risiken einer Reise nach Ägypten hinweisen. Zu den
Weltwundern von Ägypten
gelangen Sie hier:
Pyramiden von Gizeh
Leuchtturm vor Alexandria
Landesspezifische Sicherheitshinweise
Terrorismus
In den letzten Jahren gab es in Ägypten willkürliche Anschläge auf Hotels und Touristenziele.
Oktober 2004: Anschläge in Taba, Sinai-Halbinsel, auf Hotels und Touristenziele.
April 2005: Anschläge in Kairo (Khan El-Khalili, Ägyptisches Museum und Zitadelle).
Juli 2005: mehrere Sprengstoffanschläge im Badeort Sharm El-Sheikh, Sinai-Halbinsel, auf ein Hotel, ein Café und einen Basar mit über 60 Todesopfern.
April 2006: Anschlag im Badeort Dahab, Sinai-Halbinsel, mit 19 Todesopfern und über 50 Verletzten.
Februar 2009: Anschlag auf einen Markt in Kairo, mindestens ein Todesopfer und viele Verletzte.
Weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden.
Aufgrund der willkürlichen Auswahl der Anschlagsziele besteht aber für Reisende im ganzen Land eine erhöhte Gefährdung. Die Entwicklung im gesamten Land muss daher sorgfältig verfolgt werden. Reisenden wird beim Besuch von touristischen Einrichtungen, Märkten und Einkaufszentren zu besonderer Vorsicht geraten und empfohlen, sich von Demonstrationen und größeren Menschenansammlungen fernzuhalten.
Darüber hinaus ist in ganz Ägypten einschließlich der Sinai-Halbinsel für Touristen ein erhöhtes Entführungsrisiko erkennbar. Von Reisen in entlegene Wüstenregionen wird dringend abgeraten.
Die ägyptische Regierung bemüht sich mit Nachdruck, die Bevölkerung wie auch Touristen und andere Ausländer vor Gewaltakten zu schützen. Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehören die Begleitung von Touristenbussen und -zügen sowie sonstigen touristischen Ausflugsfahrten durch Fahrzeuge der Sicherheitsbehörden. Diese vorbeugende Konvoibegleitung ist insbesondere auf den Straßenwegen entlang des Nils nach und durch Mittelägypten bis nach Oberägypten vorgeschrieben.
Reisen über Land
Im Nordsinai ist die Sicherheitslage weiterhin angespannt. Der Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wird in regelmäßigen Abständen aus humanitären Gründen für wenige Stunden geöffnet. Die Sicherheitslage ist im zeitlichen Zusammenhang mit diesen Öffnungen häufig schwer zu überschauen. Von Reisen in die Nähe des Grenzgebietes wird abgeraten.
Touren außerhalb offizieller Wegstrecken (sog. Off-Road-Tourismus) sowie individuelle Einzelreisen in bestimmte Regionen sind genehmigungspflichtig. Alle Wegstrecken sind in regelmäßigen Abständen mit fest eingerichteten Kontrollposten versehen.
Minengefahr
Wegen unzureichend gekennzeichneter Minenfelder ist besondere Vorsicht abseits regulärer Straßen und Wege auf dem Sinai, in einigen nicht erschlossenen Küstenbereichen des Roten Meeres, am nicht erschlossenen Mittelmeerküstenstreifen westlich von El Alamein und in Grenzregionen zu Sudan und Libyen geboten.
Straßen-, Schiffs- und Luftverkehr
Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer erhöhte Unfallgefahr. Von Fahrten in Privat- oder Mietfahrzeugen nach Einbruch der Dunkelheit wird dringend abgeraten. Auch bei der Benutzung von Massenverkehrsmitteln (Reisebusse, Minibusse) besteht erhöhte Unfallgefahr. Fährschiffe, wie sie über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen nicht immer internationalen Standards; ihre Benutzung stellt daher ein erhöhtes Risiko dar.
Die Sicherheitskontrollen an den ägyptischen Flughäfen, insbesondere in Hurghada und Sharm El-Sheikh, entsprechen nicht dem europäischen Standard und werden als unzureichend eingeschätzt. Dennoch kann es zu längeren Wartezeiten bei der Abfertigung sowie zu Verspätungen im Flugverkehr kommen.
Allgemeine Informationen finden Sie auf der Website der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Kairo unter www.cairo.diplo.de oder www.kairo.diplo.de
Vor Reiseantritt können Sie sich auch bei der diplomatischen
Vertretung Ägyptens in Deutschland informieren.
Botschaft der Arabischen Republik Ägypten
Stauffenbergstraße 6 – 7
10785 Berlin
Telefon : 030-4 77 54 70
Wenn Sie sich in Ägypten befinden, wenden Sie sich bei
Notfällen an die diplomatischen Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland.
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Ägypten
Kairo
2, Sharia Berlin (Ecke Sharia Hassan Sabri) Kairo-Zamalek.
Telefon (0020 2) 27 28 20 00
Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland
Nevine
Leheta, Honorarkonsulin
Alexandria
9, El
Fawatem Street, Mazarita
Telefon
(0020 3) 486 75 03
Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland
Peter-Jürgen Ely, Honorarkonsul
Hurghada
365, El
Gabal El Shamali
Telefon (0020 65) 344 36 05, 344 57 34
Quelle: auswaertiges-amt.de
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