| Reisewarnungen - Asien | |
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Aktuelle Hinweise In Teheran und anderen iranischen Städten ist es unmittelbar nach Verkündung des vorläufigen amtlichen Endergebnisses der Präsidentschaftswahlen vom 12.06.2009 zu Protestkundgebungen von Anhängern der unterlegenen Kandidaten gekommen, die vielfach unter Anwendung von Gewalt aufgelöst wurden und bereits mehrere Tote gefordert haben. Die Proteste halten trotz Verboten an. Es liegen Berichte über harte Übergriffe von Polizei und paramilitärischen Milizen auch auf Unbeteiligte vor, dabei wurden nach glaubwürdigen Berichten auch Schusswaffen eingesetzt. Auch für die kommenden Tage muss mit weiteren Demonstrationen und gewaltsamen Gegenmaßnahmen gerechnet werden. Reisende in den Iran müssen mit einer deutlichen Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit rechnen. Auch die Kommunikation mit dem Ausland ist in der gegenwärtigen Phase sehr schwierig und nicht immer möglich. Es wird daher Personen und Reisegruppen empfohlen, nach Möglichkeit zu prüfen, ob geplante Reisen in den Iran verschoben werden können. Deutschen, die sich in Iran aufhalten, wird empfohlen, größere Menschenansammlungen und politische Kundgebungen weiträumig zu meiden. Landesspezifische Sicherheitshinweise Terrorismus Nach Anschlägen in der Provinzhauptstadt Khuzestans (Ahwaz) in den Jahren 2005 und 2006 wird empfohlen, bei Reisen dorthin die Entwicklung der Sicherheitslage aufmerksam zu verfolgen. Anschläge gab es 2006 auch in Kermanshah im Nordwesten Irans und am 14. Februar 2007 in Zahedan (Sistan Baluchestan). Zu einer Bombenexplosion kam es am 12. April 2008 in einer Moschee in der südiranischen Stadt Shiraz. Ein Selbstmordattentäter griff am 29. Dezember 2008 mit einem Sprengsatz die Polizeistation der Stadt Saravan in der südwestlichen Provinz Sistan-Beluchistan an. Bei der Explosion wurden 4 Menschen getötet, darunter 2 Polizisten und etwa 20 verletzt. In der Nähe der Stadt Zahedan (afghanische Grenze, Sistan-Baluchestan) forderten am 27. Januar 2009 Zusammenstöße mit Rebellen mindestens 10 Todesopfer. Am 28. Mai 2009 fand ein Bombenattentat auf eine Moschee in Zahedan statt, bei dem 25 Menschen starben und 125 Menschen verletzt wurden. Am 1. Juni 2009 wurde ein Anschlag auf den Freitagsprediger verübt, der zur Kondolenz der Opfer des Attentats in die Moschee kam; dabei starb eine Person. Die genannten Anschläge richteten sich nicht gegen Ausländer oder Touristen. Reisende in Grenzregionen Irans zu Irak sollten auch die jeweils aktuelle Lage in Irak in Betracht ziehen. Reisen über Land Bei Individualreisen sollten Sie grundsätzlich vermeiden, allein nachts oder in einsamen Gebieten zu reisen. Von nicht notwendigen Individual- oder Trekkingreisen in die Kurdengebiete im Nordwesten Irans, insbesondere entlang der türkischen und irakischen Grenze, wird grundsätzlich abgeraten. Bei Reisen - insbesondere bei Individual- oder Trekkingreisen - in den Provinzen Kerman und Sistan-Balutschestan sowie in den Grenzgebieten Irans mit Pakistan und Afghanistan besteht ein erhebliches Entführungsrisiko. Auf der Strecke Zabul-Zahedan besteht ein Überfall- und Entführungsrisiko, auf der Strecke Kerman-Bam wurden nach Errichtung einer Straßensperre Reisende von Mitgliedern einer terroristischen Gruppierung erschossen. Es wird daher dringend davon abgeraten, auf dem Landweg ‑ insbesondere mit dem Fahrrad oder Motorrad – nach Pakistan oder Afghanistan zu reisen. Für Afghanistan und Irak bestehen Reisewarnungen Die Botschaft Teheran kann bei der Beantragung von Visa, die für die im vorstehenden Absatz genannten Reisen bei anderen Auslandsvertretungen in Teheran beantragt werden, keine Unterstützung gewähren. Bootsexkursionen Besonderheiten in der „Straße von Hormuz Bei Bootsexkursionen vor der Westküste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und in die Straße von Hormuz wird dringend empfohlen, die Gewässer um die Inseln Abu Moussa, Greater Tumb und Lesser Tumb zu meiden. Die drei Inseln werden sowohl von den VAE als auch von Iran beansprucht und in Seekarten als zum jeweiligen Territorium gehörend ausgewiesen. Ausländische Bootsbesatzungen, die sich den Inseln von VAE-Seite genähert haben, sind von iranischer Seite unter dem Vorwurf der "Verletzung der iranischen Hoheitsgewässer und illegaler Einwanderung" festgenommen und in Gerichtsverfahren zu Haftstrafen verurteilt worden. Reisewarnung für den IranKriminalitätIn Teheran kommt es gelegentlich zu Personenkontrollen durch vermeintliche Sicherheitsbeamte. Die Kontrolleure erweisen sich anschließend als Trickbetrüger, welche z.B. nach erfolgter "Kontrolle" die Geldbörse oder deren Inhalt einbehalten. Es wird geraten, darauf zu bestehen, entsprechende Kontrollen lediglich im Hotel oder der nächstgelegenen Polizeistation durchführen zu lassen. Die Zahl der Diebstähle von Pässen, Geld und Taschen in Geschäften und auf der Strasse (auch durch Motorradfahrer) ist steigend. Besondere Umsicht ist hier geboten. Vorsicht ist auch bei von Fremden angebotenen Süßigkeiten/Keksen und (offenen) Getränken geboten, da sich Diebe k.o.-Tropfen bedienen, mit denen Touristen betäubt und komplett ausgeraubt werden. Die in Iran geltenden Gesetze und moralischen Wertvorstellungen sind unbedingt zu respektieren (siehe auch "Besondere strafrechtliche Vorschriften"). Naturkatastrophen Mit Erdbeben unterschiedlichen Ausmaßes muss in allen Teilen des Landes gerechnet werden. Militärische Sperrgebiete Obwohl bestimmte Straßen auf Karten unter Umständen als befahrbar ausgewiesen sind, sollten Hinweisschilder auf militärische Sperrgebiete unbedingt beachtet werden. Dies gilt insbesondere für die Strecke SEMNAN - MO'ALLEMAN - JANDAQ durch die Wüste DASHT-E KAVIR. |
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