Reisewarnung für Thailand

Aktuelle Hinweise

Stand 14.03.2011

Vor der Nordostküste Japans hat sich am 11. März ein schweres Seebeben ereignet, in dessen Folge ein Tsunami weite Küstenteile überflutet, zahlreiche Opfer gefordert und schwere Schäden verursacht hat.

Das Erdbeben hat zu einer kritischen Lage bei dem Kernkraftwerk Fukushima und in anderen Kernkraftwerken geführt.

Hinsichtlich der aktuellen Lage in der Region wird allen Deutschen empfohlen, die Entwicklung der Ereignisse in Japan über die Medien zu verfolgen sowie die Hinweise auf der laufend aktualisierten Webseite des Auswärtigen Amts:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Aktuelle_Artikel/Japan/110311-JPN-Tsunami-node.html

zu verfolgen.

Dort finden Sie weitere wichtige Links, unter anderem zu den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts zu Japan und zu allen weiteren Ländern sowie zu Fachfragen:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Bundesamt für Strahlenschutz
Internationale Atomenergie-Organisation (englisch)
Technisches Hilfswerk
Deutsches Geoforschungszentrum Potsdam
‚Pacific Tsunami Warning Center’ (englisch)

  • Nach dem Ende der Demonstrationen der Rothemden Ende Mai hat sich die Situation in Bangkok und in den Provinzen im Norden/Nordosten normalisiert. Ende Dezember 2010 wurde das Notstandsrecht für Bangkok und die umliegenden Provinzen aufgehoben.
    Gleichzeitig wurde der Internal Security Act für Teile der Hauptstadt in Kraft gesetzt, der den Polizeikräften erweiterte Zuständigkeiten verleiht. Insbesondere räumt er der Polizei größere Befugnisse bei Inhaftierungen ohne Gerichtsbeschluss ein.
  • Seit Ende Januar 2011 demonstrieren rund 200 Gelbhemden in der Nähe des Sitzes des Premierministers (Government House) und verlangen ein härteres Vorgehen der Regierung gegenüber Kambodscha in der zwischen beiden Staaten strittigen Grenzfrage.
  • Es wird empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden. 
  • Von Reisen in die Grenzregion zu Kambodscha, insbesondere nach Preah Vihear und Umgebung und zu den anderen in diesem Bereich befindlichen Tempelanlagen, wird dringend abgeraten. Bei den bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen thailändischen und kambodschanischen Truppen in der Grenzregion Anfang Februar hat es auch unter der Zivil bevölkerung Tote und Verletzte gegeben.  
  • Von Reisen in und durch die unter Notstandsrecht stehenden Provinzen im Süden Thailands (Narathiwat, Yala und Pattani sowie die in der Nachbarschaft liegende Provinz Songhkla an der Grenze zu Malaysia) wird aufgrund der anhaltenden terroristischen Anschläge dringend abgeraten. Hier besteht Lebensgefahr.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Für Thailand muss weiterhin von einer erhöhten Gefahr terroristischer Attentate ausgegangen werden. Ziel dieser Attentate dürften in erster Linie Einrichtungen der thailändischen Sicherheitskräfte, allgemein des thailändischen Staates oder belebte Plätze sein. Aber auch beliebte Tourismusziele und Urlaubszentren, die Verkehrsinfrastruktur (z.B. Flughäfen) sowie große Einkaufszentren können davon nicht ausgeschlossen werden, insbesondere weil mehrere Terrorgruppen Anschläge auch gegen touristische Reiseziele angedroht hatten.

Seit Anfang 2004 verüben radikale Angehörige der muslimischen Bevölkerungsminderheit in den südlichen Grenzprovinzen zu Malaysia fast täglich Anschläge gegen staatliche Einrichtungen, worauf die thailändischen Sicherheitskräfte mit Härte reagierten.

Nach einer Anschlagsserie in der Stadt Yala im Sommer 2005 erklärte die thailändische Regierung den "besonderen Notstand" für die drei südthailändischen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani. Im September 2006 kamen bei 6 koordinierten Bombenanschlägen im Zentrum der Stadt Hat Yai (Provinz Songkhla) 4 Menschen ums Leben. Darunter befand sich auch erstmals ein kanadischer Staatsangehöriger.

Am 15.03.2008 explodierten in und vor einem auch von Ausländern häufig frequentierten Hotel  in der Provinzhauptstadt Pattani Bomben, die zwei Menschen töteten und 14 weitere verletzten. Am selben Tag detonierte eine Autobombe in Yala, wobei der mutmaßliche Attentäter getötet wurde.

Quelle: auswaertiges-amt.de
 
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